Provenienzforschung im Generallandesarchiv Karlsruhe

GLAK, Bestand 276-1 Amtsgericht Mannheim: Schlichter für Wiedergutmachung, Nr. 23657 Dr. Hugo Schleicher gegen Reichsfiskus 1948-1959
Innenausstattung der Wohnung Schleicher (Offenburg) kurz vor der Verfrachtung nach Antwerpen im August 1939. LABW, GLAK Bestand 276-1 Nr. 23657

Der Rechercheratgeber zum NS-Kunstraub wendet sich sowohl an Personen, die der Herkunft bzw. dem Verbleib eines Gegenstands nachgehen, als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich mit den Vorgängen im Südwesten und im Elsass auseinandersetzen wollen. Zur Herrschaftspraxis im Nationalsozialismus gehörten weitreichende Eingriffe in private Eigentumsverhältnisse zu Gunsten der öffentlichen Hand. Gegenstand der politisch motivierten Plünderungen war unter anderem Kulturgut, beispielsweise Werke der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks, Bücher, Schriftgut, Sammlungen. Die Folgen des NS-Kunstraubs wirken bis in die Gegenwart. In öffentlichen Sammlungen und auf dem Kunstmarkt finden sich nach wie vor Gegenstände, die den Eigentümern nicht zurückerstattet wurden.

Weitere Recherchehinweise und -hilfsmittel sowie Informationen zu einzelnen Objekten sind der Lost-Art-Datenbank und einer Website der Commission for Looted Art in Europe zu entnehmen. Ein deutschlandweiter Überblick über die Projekte zur Aufarbeitung des NS-Kunstraubs findet sich unter www.kulturgutverluste.de.

Recherchewege

Der Rechercheratgeber bietet Ihnen, je nach Ausgangslage, unterschiedliche Recherchewege an:

Wussten Sie schon?

In einer gemeinsamen Erklärung hat sich das Land Baden-Württemberg zusammen mit den anderen deutschen Bundesländern, der Bundesregierung und den Kommunen verpflichtet, in seinen Beständen nach solchen verfolgungsbedingt entzogenen Gegenständen zu recherchieren. Das Landesarchiv Baden-Württemberg will die deutschlandweiten Initiativen zur Aufarbeitung des NS-Kunstraubs durch eine themenbezogene Erschließung seiner Bestände unterstützen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen?

Schreiben Sie uns gerne bei Fragen und Kritik zu den Rechercheratgebern eine E-Mail