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12.11.2021

Geschichte, die nicht vergeht: Datenbank zu "Gurs 1940" online

Gurs 1940. Datenbank zur Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Baden, der Pfalz und dem Saarland

Die Datenbank "Gurs 1940. Die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Baden, der Pfalz und dem Saarland" steht jetzt im Landeskunde-Portal des Landesarchivs LEO-BW online.

Die Datenbank enthält rund 6.500 Biogramme, die mit zahlreichen Fundstellen im Internet verknüpft sind. Authentisches Quellenmaterial reichert das Online-Angebot an. Die Georeferenzierung der Herkunfts- und Deportationsorte veranschaulicht die Schicksalswege der Verfolgten.

Das Landesarchiv Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe haben am 11. November 2021 die Datenbank erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Neben dem Präsidenten des Landesarchivs Baden-Württemberg, Prof. Dr. Gerald Maier, und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup nahmen Staatssekretär Volker Schebesta MdL und Rami Suliman, Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, an der Freischaltung teil. Der Livestream der Veranstaltung ist hier zu sehen.

Das Datenbankprojekt startete das Generallandesarchiv Karlsruhe im Frühjahr 2020. Die Biogramme der etwa 6.500 Menschen, die am 22. Oktober 1940 von den Nationalsozialisten in das französische Gurs deportiert wurden, sollten in einer Datenbank zusammengestellt werden, gestützt auf die Forschungen bürgerschaftlicher Initiativen und Institutionen der historisch-politischen Bildungsarbeit in den Herkunftsregionen der Verschleppten. Eine Vorschau wurde bereits zum 80. Gedenktag der Deportation am 22. Oktober 2020 vorgestellt.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden. Finanziert haben es die Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie die Städte, Gemeinden und den Bezirksverband Pfalz, die in der Arbeitsgemeinschaft zur Unterhaltung und Pflege des Deportiertenfriedhofs in Gurs zusammenarbeiten.

Bitte beachten: Die Präsentation "Gurs 1940" wird ab 19. November 2021 für einige Zeit nicht verfügbar sein, weil sie in das neue, umfangreiche Informationsangebot des Landesarchivs Baden-Württemberg "1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland" im Landeskunde-Portal LEO-BW eingebunden wird.

 

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Die Präsentation der Datenbank wird unterstützt von der Stadt Karlsruhe.

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