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22.10.2021

Badische Ortsgeschichte griffbereit

Ein Badischer verheurateter Burger; Vorlage: GLA Karlsruhe J-L, Nr. E 10
Ein verheirateter, badischer Burger (2. Hälfte 18. Jahrhundert); Vorlage: GLA Karlsruhe J-L, Nr. E 10.

Einer der gefragtesten Bestände des Generallandesarchivs steht nun online. Die Findmittel zum Bestand GLA 229 „Spezialakten der kleineren Orte und Ämter“ mit fast 125.000 Akten und beinahe 1.300 Metern Umfang wurden im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts in den Jahren 2017 bis 2021 überarbeitet und stehen Ihnen jetzt im Internet zur Nutzung bereit.

Der Bestand 229 ist nicht nur nach Umfang und Aktenzahl der bedeutendste des Generallandesarchivs Karlsruhe. Er gehört auch zu den am meisten benutzten Archivbeständen und hat maßgeblich zur Blüte der Ortsgeschichtsforschung im badischen Landesteil beigetragen. Er enthält, wie seine Bezeichnung besagt, die "Spezialakten der kleineren Ämter, Städte und Landgemeinden". Er umfasst so Provenienzen aus den zahlreichen Territorien und Herrschaften, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts in dem neu geschaffenen Großherzogtum Baden ganz oder teilweise aufgegangen sind. Der Berichtszeitraum der Dokumente erstreckt sich zwar vereinzelt vom 13. Jahrhundert bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, das Gros der Archivalien stammt aber aus dem 17. bis frühen 19. Jahrhundert.

 

;Eine ledige Burgers-Tochter auß der Stadt Baden(-Baden) Vorlage: LABW, GLA Karlsruhe J-L, Nr. E 9
Eine unverheiratete, baden-badische Bürgerstochter; Vorlage: GLA Karlsruhe J-L, Nr. E 9.

Im Zuge der Konversion der alten handgeschriebenen Karteikarten ins Internet hat das Team um Dr. Simone Gräßer und Dr. Rainer Brüning sämtliche Titelaufnahmen erfasst, geprüft und behutsam redaktionell überarbeitet. Dabei wurden auch 107 Pergamenturkunden neu verzeichnet und dem Bestand 229 U zugewiesen. Zusätzlich wurden in einem ersten Probeschritt die Akten der Ortschaften mit dem Anfangsbuchstaben „A“ digitalisiert und mit dem neuen Findmittel erfolgreich verknüpft. In einer zweiten, wiederum von der DFG geförderten Phase sollen nunmehr alle noch verbliebenen ca. 5,5 Millionen Blätter des Bestandes 229 ebenfalls digitalisiert und bis 2024 online gestellt werden.

Das neue Findmittel für den Bestand 229 finden Sie hier.


Das neue Findmittel für den Bestand 229 U finden Sie hier.

 

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Das Projekt wurde gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

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